Den Naturpark Hohe Wand mit seiner vielfältigen Fauna und Flora den Besuchern und Gästen näher zu bringen, ist eines der Ziele, die sich unsere Ortsgruppe "Berg- und Naturwacht Hohe Wand" gesteckt hat.
Daher veranstalten wir in unserer Stützpunkthütte am Plackles regelmäßig Ausstellungen zum Thema
"Was auf der Wand so wächst, kreucht und fleught".
In unserem Einsatzgebiet, dem Naturpark Hohe Wand, haben wir an die 60 Nistkästen für Maisen, Finken usw. ausgebracht, die natürlich zu Anfang jedes neuen Jahres, also vor der neuen Brutsaison, kontrolliert und gereinigt werden müssen, da unsere lieben gefiederten Freunde großen Wert auf saubere Unterkünfte legen.
Nach Meldungen von Wanderern, dass Aufstiegs- oder Wanderwege durch umgestürzte Bäume unpassierbar sind, rücken wir mit der Motorsäge aus und beseitigen diese Hindernisse.
Mit unserer STIHL-Kettensäge schneiden wir, wenn möglich, 4-Meter-Stücke aus dem Hindernis, damit der jeweilige Waldbesitzer das Holz gegebenenfalls weiter verwenden kann.
Farbmarkierungen auf Wanderwegen sind leider nicht unbegrenzt haltbar, daher sind wir regelmäßig unterwegs, um nicht mehr oder nur noch schwierig erkennbare Markierungen zu erneuern.
Die Farben dafür stellt uns der Österreichische Touristenklub / ÖTK, der ja für die Erhaltung öffentlicher Wanderwege zuständig ist, zur Verfügung.
In gemeinsamer Arbeit konnte ein durch Zeitschäden durchgemorschter Holztram durch einen neuen ersetzt werden. Zuerst wurde ein Teil des Daches abgedeckt, der alte Holztram durch einen neuen ersetzt, die Verblendung neu gesetzt und das Dach wieder wasserdicht gedeckt.
Am Weg zu unserer Stützpunkthütte haben wir vor Jahren einen Vogel-Lehrpfad errichtet, die Tafeln dazu wurden natürlich von unseren Mitgliedern selbst angefertigt und auch entlang des Wanderweges montiert.
Der Lehrpfad besteht aus jeweils einer großen Übersichtstafel am Anfang und am Ende (Bild links), auf insgesamt elf Tafeln (Bild oben zeigt Tafel 1) sind 22 der im Naturpark vorkommenden Singvögel inklusive Beschreibung abgebildet.
Zum Thema "Wegwerfartikel in der Natur" müssen wir leider sagen, dass noch immer einige Besucher unserer schönen Hohen Wand es nicht schaffen, Getränkedosen und -flaschen, die sie gefüllt beim Aufstieg mitgetragen haben, nach der Konsumation in leerem Zustand wieder hinunter zu tragen, sondern sie einfach am jeweiligen Rastplatz liegen lassen.
Daher besteht eine unserer ehrenamtlichen Tätigkeiten in unserem Einsatzgebiet leider darin, diesen Mist bei Streifen im Gelände bzw. anläßlich der regelmäßigen Putz- und Räumtage unserer Gemeinde Höflein einzusammeln und korrekt zu entsorgen.
Viele nützliche Insekten sorgen für natürlichen Pflanzenschutz, indem sie zum Beispiel Blattläuse oder Spinnmilben fressen.
Bienen bestäuben unsere Pflanzen.
Eine unserer wichtigsten Maßnahmen, nützliche Insekten zu unterstützen, ist daher der Bau von "Insektenhotels".
Das "Hotel" im linken Bild steht vor unserer Stützpunkthütte, die außergewöhnlich große Ausführung im Bild oben haben wir auf der Rastplatzwiese unter der ehemaligen Grünbacher-Hütte aufgestellt.
Unser schwerer Akku-Bohrhammer ist eines unserer am häufigsten gebrauchten Geräte am Berg, wenn wir gebrochene Seilstützen neu einbohren oder beschädigte Steighilfen, Klampfen usw. reparieren.
Im Bild ist unser Herbert D. dabei, eine durch Steinschlag gelockerte Drahtseilstütze am Wagnersteig wieder instandzusetzen.
Hier ist unsere Evi S. mit der Installation eines Handlauf-Drahtseiles an einer exponierten Wegstelle des Waldegger Steiges beschäftigt.
Unser Jörg D. überlegt, wie er den in der Großen Klause quer über den Wanderweg gestürzten Baum am besten aus dem Weg räumt.
Das Ersuchen, einen Sturzbaum aus dem Waldeggersteig zu entfernen, kam diesmal von der Naturpark-Leitung - es waren aber vier Bäume, wir haben alle zersägt und beiseite geschafft.
Am rot-weiß-rot markierten Wanderweg 231, dem Piestingtaler Weitwanderweg, haben wir mehrmals im Jahr zu tun, um Sturzbäume aus dem Steig zu entfernen.
Ein Kletterer informierte uns, dass in der Einstiegswand des Frauenluckensteiges eine Steighilfe (Klampfe) ausgebrochen sei - also besorgten wir uns eine neue Klampfe, bohrten sie ein und befestigten sie wieder sicher mit 2-Komponenten-Kleber - und der Aktive ist unser Matthias D.
Das vor Jahrzehnten im Drobilsteig montierte Drahtseil war verrostet, die Litzen zum Teil gerissen und dadurch gefährlich für die Hände - wir demontierten das alte Seil und ersetzten es durch ein neues.
Steinböcke auf der Hohen Wand - eigentlich sind sie in den Alpen in höheren Lagen zu Hause. Im Naturpark Hohe Wand sind sie aber heimisch geworden, seit vor Jahren einige Tiere einem Gehege entsprungen sind.
Inzwischen haben sie sich so vermehrt, dass eine Bestandsregulierung nötig wurde.
Der alte Bock links hat uns bei Markierungsarbeiten in der Völlerin zugesehen, das Rudel oben trafen wir mitten im Wagnersteig - es zeigte keine Scheu vor uns und ließ sich auch nicht stören.
Im Zuge unserer Markierungsarbeiten auf Wander- und Aufstiegswegen auf der Hohen Wand haben wir auch viele Wegweiser-Tafeln angefertigt und im Gelände angebracht.
Diese Wegweiser-Tafeln aus Holz fertigen wir aber nicht mehr, da seit einiger Zeit die in ganz Österreich von den alpinen Vereinen zur Verfügung gestellten gelben Metall-Tafeln eingesetzt werden.
Auf unserer Hüttenwiese haben wir eine Schaukel aufgebaut, die von kleinen Besuchern unserer Stützpunkthütte sehr gerne frequentiert wird.
Und manchmal dient sie auch als Schlafbank für unsere kleine Lina.
Im Zuge einer Streife fanden unsere Jung-Mitglieder Luca und Ben am Völlerin-Steig eine ausgebrochene Seilstütze eines Handlauf-Drahtseiles.
In einer befreundeten Werkstatt schweißte unser Florian L. eine Verlängerung an die Stütze - in Teamarbeit wurde sie einige Tage später wieder an der richtigen Stelle des Steiges eingebohrt und befestigt.
Unsere Stützpunkthütte am Plackles - Seehöhe 1100 Meter.
Einst war sie die Bergstation des Doppel-Sesselliftes, der Wanderer und Schifahrer von Grünbach auf die Hohe Wand transportierte.
Damals gab es auch zwei Schlepplifte auf der Wandwiese
In manchen Jahren liegt im Winter der Schnee so hoch, dass wir erst die Eingangstüren freischaufeln müssen.
Im Jahr 2019 war es, als die Landesleitung der NÖ Berg- u. Naturwacht alle Ortsgruppen aufrief, Fledermaus-Behausungen anzufertigen, um die heimische Population der nächtlichen Insektenjäger zu unterstützen.
Auch unsere OG war natürlich mit Begeisterung dabei, wir haben fünf Fledermauskästen gebaut und im Naturpark aufgehängt - Selma Karnitsch und zwei Fledermaus-Sachverständige waren bei der Präsentation dabei.
Und wieder waren es Wanderer, die uns berichteten, dass am "Herzerlweg" Sturzbäume den Weg blockierten. Also wieder die STIHL eingepackt und die Hindernisse beseitigt.
So sah die Rastbank am Höhenweg ca. 100 Meter südlich des Hubertushauses einmal aus - desolat und nicht mehr zum Ausrasten geeignet . . .
. . . Also haben wir eine neue Bank aus Lärchenholz gebaut und an der gleichen Stelle aufgestellt - natürlich auch im felsigen Untergrund so befestigt, daß sie nicht durch "Scherzbolde" verrückt werden kann.
Auf die gleiche Art haben wir übrigens die "Binderbank", das "Josefsbankerl" am Hanselsteig und die Rastbank am Beginn des Pfarrersteiges erneuert.